Firmengründung im Ausland: Puerto Rico

Das Commonwealth von Puerto Rico ist ein semi-autonomes, nicht inkorporiertes Hoheitsgebiet der Vereinigten Staaten. Dies bedeutet, dass Puerto Rico weder einen eigenen US-Bundesstaat darstellt noch einem anderen Bundesstaat zugehörig ist. Als Teil der Vereinigten Staaten hat Puerto Rico keine eigene Außenpolitik; sämtliche außenpolitischen Angelegenheiten werden von den Vereinigten Staaten wahrgenommen. Puerto Rico befindet sich in der nordöstlichen Karibik, östlich der Dominikanischen Republik und westlich von den Virgin Islands. Das Gebiet hat eine Bevölkerung von fast vier Millionen Einwohner (3,5 Mio.) laut der Volkszählung von 2014. Das Gebiet umfasst 9104 Quadratkilometer (3.515 Quadrat-Meilen), einschließlich der benachbarten Inseln Vieques und Culebra. Die maximale Länge von Ost nach West ist 180 km (110 Meilen) und die maximale Breite von Norden nach Süden ist 64km (40 Meilen). Die Währung des Gebietes ist der US-Dollar (USD). Die Amtssprachen  sind Spanisch und Englisch, wobei Spanisch die Hauptsprache  ist.

Puerto Rico wurde bereits vor mehreren Jahrtausenden von verschiedenen Volksgruppen besiedelt. Als Christoph Kolumbus die Insel 1493 auf seiner zweiten Reise nach Amerika entdeckte, lebte dort das Volk der Taínos. 1508 wurde die erste Siedlung auf der Insel gegründet – die heutige Hauptstadt San Juan. Puerto Rico war von 1493 bis 1898 eine spanische Kolonie, dann wurde es als Ergebnis des Pariser Friedensvertrags ein nicht inkorporiertes Hoheitsgebiet der Vereinigten Staaten von Amerika.  Während dieser 405 Jahre wurde die Grundlage der puerto-ricanischen Kultur gelegt: die spanische Sprache, die römisch-katholische Religion, Architektur und Kunst. Bei einer Abstimmung in 2012 stimmte die Mehrheit für die vollständige Eingliederung in die USA.

Puerto Rico hat die größte nicht aneinandergrenzenden Foreign Trade Zone (FTZ) in den Vereinigten Staaten. Die Zone ermöglicht es Unternehmen erhebliche finanzielle Einsparungen zu erzielen, da Rohstoffe, Komponenten und Verpackungen steuerfrei in diesen Zonen transportiert werden können und die verpackten Artikel im Ausland (nach der Verarbeitung) von amerikanischen Steuern befreit sind.

Die steuerliche Gesetzlage in Puerto Rico sieht eine pauschale Einkommensteuer auf das Einkommen von steuerbefreiten oder ermäßigten Unternehmen vor. Zu den in Frage kommenden Unternehmen gehören Produktions- und Serviceunternehmen, Immobilien die der industriellen Entwicklung gewidmet sind, Forschungsbetriebe, Industrieanlagen zur Herstellung von Energie, Recycling-Aktivitäten, Software Entwicklung, erneuerbare Energieanlagen  Montagebetriebe, festgesetzte strategische Projekte, sowie den Bau von Sozialwohnungen und die Planung und Entwicklung selbständig nachhaltiger Wohnprojekte.

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Firmengründung Puerto Rico

Firmengründung Puerto Rico

Firmengründung in Singapur – Wirtschaftsstandort der Superlative

Offshore Singapur: Das Land, in dem der Wirtschaft keine Steine in den Weg gelegt werden

Der Stadt- und Inselstaat Singapur, mit seinen knapp über 5 Millionen Einwohnern, ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsstandorte der Welt.  Der Index für Economic Freedom hat Singapur 2013 als zweitliberalsten Wirtschaftsstandort der Welt (hinter Hong Kong) ausgewiesen. Auch ansonsten ist der Wirtschaftsstandort Singapur voll von Superlativen.

Mehr als 7000 internationale Unternehmen aus den USA, Japan und Europa sind in Singapur angesiedelt, der Hafen Singapurs ist einer der geschäftigsten der  Welt und  der Finanzstandort Singapur belegt Platz 4 weltweit. Die Millionärsdichte ist mit einem Millionär aus sechs Haushalten die weltweit höchste Dichte pro Einwohner. Die Korruptionsrate in Singapur gehört zu den niedrigsten der Welt. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten als kaum besser sein.

Das Steuersystem in Singapur

Singapur gilt eigentlich nicht als klassisches Steuerparadies. Jedoch kann Singapur durchaus mit seinem äußerst einfachen Steuersystem mit niedrigen Steuern für Offshore Unternehmen überzeugen. Körperschaftssteuer und Einkommensteuer sind niedrig, eine Kapitalertragssteuer wird in der Regel nicht erhoben und es bestehen zahlreiche internationale Steuerabkommen. Neugegründete Offshore-Unternehmen können bei optimaler Gestaltung und Erfüllung von weiteren Voraussetzungen Steuerbefreiung für Einnahmen bis $100,000 in den ersten 3 Jahren nach Gründung beantragen. Die Körperschaftssteuer für Gewinne bis $300.000 liegt bei etwa 8.5%.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Singapur Offshore-Gesellschaft

Die Singapur Offshore-Gesellschaft muss über einen Geschäftsführer („Director“) verfügen, der in Singapur ortsansässig ist (Singapur Staatsbürger, Dauerhafter Aufenthalt in Singapur oder ein Singapur Work-Pass Holder). Im Übrigen muss dieser Geschäftsführer eine natürliche Person sein, die volljährig ist. Des Weiteren wird neben mindestens einem Gesellschafter auch ein sogenannter „Company Secretary“ gefordert. Dieser muss wiederum eine natürliche Person sein. Zu beachten ist insoweit noch, dass der Geschäftsführer und der Company Secretary  nicht personenidentisch sein dürfen. Als einzuzahlendes Mindestkapital reicht bereits ein Betrag von $ 1.00 aus. Die einzutragende Offshore-Gesellschaft muss zudem über eine physische Geschäftsadresse verfügen. Postfach- und Briefkastenfirmen reichen insoweit nicht aus.

Die gesellschaftsrechtlichen Voraussetzungen verdeutlichen, dass die Eintragungsvoraussetzungen gegenüber typischen „Steuerparadiesen“ leicht erschwert sind.

Unsere Einschätzung

Wie bereits eingangs festgestellt ist Singapur sicherlich nicht der klassische Offshore-Standort mit dem Ruf eines Steuerparadieses. Die wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sind aber nichts desto trotz äußerst attraktiv. Gerade, wenn es auch entscheidend auf den Ruf und die Reputation Ihrer Offshore-Gründunge ankommt, würden wir empfehlen, sich mit dem Standort näher zu befassen und sich einmal entsprechend steuerlich beraten zu lassen.

Mit dem Standort Singapur können Sie bei Ihren internationalen Geschäftspartnern in der Regel jedenfalls immer punkten.

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Hong Kong – das Tor zu China

Hong Kong ist eine Metropole und Sonderverwaltungszone an der Südküste zur Volksrepublik China. Es zählt zu einer der Weltstädte schlechthin, nicht zuletzt aufgrund seines bedeutenden Wirtschafts- und Finanzsektors und den über sieben Millionen Einwohnern, die sich auf einer Fläche von 1104 Quadratkilometer verteilen. Von dieser Fläche ist allerdings nur ein Viertel bebaut. Hong Kong liegt an der Mündung des Perlflusses und erstreckt sich über eine eher unregelmäßig geformte Halbinsel sowie 263 dazugehörige Inseln. Die Infrastruktur ist hervorragend ausgebaut, Hong Kong ist der Verkehrsnotenpunkt für China. Der Hong Kong International Airport ist einer der wichtigsten Flughäfen in ganz Asien und wird von zahlreichen Flughäfen Europas direkt angeflogen. Aber auch in Hong Kong selbst ist das Verkehrsnetz gut entwickelt, U-Bahn und Bus gehören zu den wichtigsten Transportmitteln.

Wirtschaft

Die Wirtschaft gehört zu den reichsten und am weitesten entwickelten Volkswirtschaften der Welt. Allerdings ist der Wohlstand im Land sehr ungleichmäßig verteilt. Hong Kong spielt eine wichtige Rolle als Brücke sowohl für die finanz- als auch die realwirtschaftlichen Ströme von und nach China. Hier ist der wichtigste Umschlaghafen für den chinesischen Außenhandel. Aufgrund seiner zahlreichen wirtschaftlichen Vorteile, wie der geringen Informationskosten und der Ausnutzung von Steuer- und Abgabenvorteilen, genießt Hong Kong eine Art Status als Sonderwirtschaftszone. Der hohe Grad an Rechtssicherheit, die geringe Steuerlast und die erfolgreiche Bekämpfung von Korruption sind entscheidende positive Standortfaktoren. Historisch gesehen wurde Hong Kong für den Handel gegründet. Diese Tatsache spielt bis heute eine wichtige Schlüsselrolle, zum Verständnis der Wirtschaft und der Gesellschaft Hong Kongs. Heute ist jeder zweite Arbeitnehmer im Handel tätig und den damit verbundenen Dienstleistungen, zu denen Finanzen, Logistik und sonstige Serviceleistungen zählen. Wie in vielen anderen Ländern trägt auch hier der Tourismus einen erheblichen Anteil zum Bruttoinlandsprodukt bei. So kamen beispielsweise im Jahr 2014 mehr als 60 Millionen Besucher nach Hong Kong. Der Arbeitsmarkt ist ähnlich positiv entwickelt, so herrschte 2014 mit einer Arbeitslosenquote von gerade mal 3,3 % eine nahezu Vollbeschäftigung.

Steuern

Hong Kong hat ein einfaches, stabiles und transparentes Steuersystem, indem nur bestimmte Typen des Gewinns besteuert werden. Die Besteuerung wird nach dem Territorialprinzip geregelt, das bedeutet, dass Firmen die in Hong Kong angemeldet sind, lediglich Steuern auf in Hong Kong erwirtschaftete Einkommen zahlen, also eine perfekte Ausgangssituation für internationale Geschäfte. Der Steuersatz beträgt dabei 17,5 % und wird nach zwei Jahren auf 16 % herabgesetzt. Der Gewinn, der außerhalb von Hong Kong erwirtschaftet wurde, wird nicht besteuert. Das Steuersystem lockt zudem auch Unternehmen und Investoren, weil es einige Steuerarten gar nicht gibt. So müssen Gewinne aus Aktienverkäufen nicht besteuert werden. Auf Steuern für Dividenden, Umsatzsteuer oder Kapitalertragssteuer wird gänzlich verzichtet. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass ein hohes Maß an Anonymität und Schutz der Privatsphäre geboten wird.

Stabiles Wachstum, attraktive steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten, gut ausgebaute Infrastruktur – Hong Kong kann sich als Standort sehen lassen. Möchten auch Sie von den Vorteilen profitieren und sind generell an einer Firmengründung im Ausland interessiert? Dann wenden Sie sich gern an uns, wir unterstützen Sie bei Ihrem Vorhaben und stehen Ihnen als kompetenter Partner zur Seite. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung im Ausland

Vereinigte Arabische Emirate – Free Zone Company mit Visa

Die Vereinigten Arabischen Emirate, kurz VAE, sind eine Föderation von sieben Emiraten im Südosten der arabischen Halbinsel. Die VAE sind direkt am Persischen Golf gelegen und grenzen an Saudi Arabien und den Oman. Die sieben Emirate sind: Abu Dhabi, Ajman, Dubai, Fudschaira, Ras al Khaimah, Schardscha und Umm al-Quwain. In den VAE leben über 5 Millionen Einwohner, die sich auf einer Fläche von etwa 88.600 km2 verteilen. Die Hauptstadt ist Abu Dhabi, die Stadt fungiert zugleich als Industrie- und Kulturzentrum.

Freihandelszonen

Freihandelszonen, häufig auch als Sonderwirtschaftszone bezeichnet, sind zumeist räumlich abgetrennte Gebiete innerhalb eines Staates, in dem rechtliche und administrative Erleichterungen für Investoren gelten. Derartige Erleichterungen betreffen dann vor allem das Zoll- und Steuerrecht. Das Ziel der Schaffung hinter solchen Freihandelszonen ist die Gewinnung von in- und vor allem, ausländischen Investoren. Länder die solche Zonen einrichten erhoffen sich dadurch, wirtschaftliche und technologische Impulse für den Rest des Landes. Freihandelszonen gibt es weltweit, unter anderem in China, Nordkorea, Vietnam, Uruguay, Indien, Russland, Moldawien, Kasachstan und den VAE. Die Handelszonen in den VAE wurden in Dubai, Ajman, Fudschaira und Ras al Khaima eingerichtet. Das besondere an den Freihandelszonen ist, dass hier Unternehmen gegründet werden dürfen, die über keinen inländischen Gesellschafter verfügen müssen und zudem noch zahlreiche Vorzugskonditionen in Anspruch nehmen dürfen. Solche Konditionen sind beispielsweise vereinfachte bürokratische Abläufe, fast keinerlei Handelsbeschränkungen oder keine Auferlegung von Import- und Exportzöllen. Der wohl größte Vorteil ist jedoch in den attraktiven steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu sehen.

Free Zone Company am Beispiel Ras al Khaimah

Die Freihandelszone in Ras al Khaimah (RAK) wurde im Mai 2000 eingerichtet. Inzwischen zählt sie zu den am schnellsten wachsen Freihandelszonen der Golfregion und gehört zu denen die über das meiste wirtschaftliche Potenzial verfügen. In RAK sind über 7000 Firmen registriert aus 100 Ländern. Die geografisch günstige Lage erleichtert den Zugang zu den Märkten im Mittleren Osten, Afrika und Südasien. Es bietet zu dem, aufgrund der Zugehörigkeit zu den VAE, politische Stabilität und wirtschaftliche Vielfältigkeit, und damit ein gutes Fundament für Investments. RAK verfügt über eine Infrastruktur, die auf dem neusten Stand ist. Die Freihandelszone ist dabei eine kosteneffektive Möglichkeit, ein Büro, einen Werkbetrieb oder ein Lagerhaus in den VAE zu unterhalten. Die Mietkosten und die Kosten für den Lebensunterhalt sind in RAK sehr gering gehalten. Es wird immer lukrativer für ausländische Investoren eine Free Zone Company in den VAE zu gründen. Viele Handelsbarrieren wie Zölle, Steuern, Gebühren und Kontingente sind teilweise vollständig aufgehoben, um Firmenansiedlungen zu erleichtern. Mit einer Gesellschaft, die Sie über uns gründen können, profitieren Sie von über 40 Doppelbesteuerungsabkommen, zahlreichen Investorenabkommen und über ein Investoren-Visa (Permanent Residence). Das Visa, welches eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren hat, ermöglicht das Sie, als Privatperson, in den Emiraten als steuerpflichtig anerkannt werden. Das wiederum hat den großen Vorteil, dass Sie sowohl von der Einkommens- als auch von der Unternehmenssteuer gänzlich befreit sind. Das Visa kann nach den drei Jahren verlängert werden, allerdings muss die Gesellschaft dann weiterhin aktiv sein. Es besteht zudem die Möglichkeit, Familienangehörige, wie Ehepartner oder Kinder, mit in den Visaantrag einzuschließen. Viele andere Staaten schreiben eine Mindestaufenthaltsdauer von 180 Tagen im Land vor, damit der Status „Tax Residence“ inne behalten werden kann. Anders verhält sich dies in den VAE, hier müssen Sie lediglich einmal aller sechs Monate einreisen, damit der Status aktiv bleibt.

Kurz um, die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein attraktiver Wirtschafts- und Niederlassungsstandort. Der entscheidende Punkt ist der hervorragende Ruf der Emirate. Hier befindet sich definitiv eine der Drehscheiben für internationalen Handel. Sie sind interessiert in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu gründen? Dann kontaktieren Sie uns und wir unterstützen Sie gern bei der Gründung einer Free Zone Company inklusive eines Permanent Residence-Visa. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung im Ausland

 

 

Uruguay – die Schweiz Südamerikas?

Uruguay ist das kleinste spanischsprachige Land in Südamerika. Es grenzt im Norden an Brasilien, im Osten an den Atlantischen Ozean, im Süden an den Rio de la Plata und im Westen an Argentinien. Der vollständige und amtliche Name des Landes lautet: „República Oriental del Uruguay”, dass so viel bedeutet wie “Republik östlich des (Flusses) Uruguay”, denn Namensgeber ist der gleichnamige Fluss Río Uruguay. Das Land verteilt sich auf einer Fläche von 176.220 km2 und ist damit halb so groß wie Deutschland. Fast 88 % sind davon landwirtschaftlich nutzbar. Landschaftlich gesehen ist Uruguay neben seinen ausgedehnten Stränden, zumeist von natürlichen Savannen und einem eher flachen Land geprägt. In Uruguay leben rund 3,4 Millionen Menschen. In der Hauptstadt Montevideo lebt die Hälfte der Gesamtbevölkerung. Montevideo ist damit die einzige Großstadt und zugleich wichtigste Hafenstadt des Landes. Die Stadt fungiert ebenso als wirtschaftliches und politisches Zentrum.

Wirtschaft

Uruguay war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine der stärksten und damit auch reichsten Volkswirtschaften Südamerikas. Heute kann Uruguay als wirtschaftlich aufstrebendes Schwellenland bezeichnet werden, nach einer langen Phase konjunktureller Schwankungen. Das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre ist solide und wird für die nächsten Jahre als ebenso gut prognostiziert. Eine große wirtschaftliche Herausforderung ist allerdings in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des doch sehr kleinen Landes zu sehen. Hinzukommt, das Uruguay, trotz der relativ soliden wirtschaftlichen Fundamente, bei Wirtschaftskrisen der großen Nachbarländer wie Argentinien und Brasilien, mit involviert wird. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt rund 56 Milliarden US-Dollar (2013). Die Zahl der Menschen, die unter der Armutsgrenze leben sank in den letzten Jahren positiv von 34 % (2006) auf 11,5 % (2013). Die Arbeitslosenrate des Landes liegt bei rund 6 %.

Uruguay ist eine Marktwirtschaft, die mit einem sehr großen staatlichen Sektor ausgestattet ist, so arbeitet ein Viertel der Arbeitnehmer im öffentlichen Bereich. Die Regierung setzt auf viele Monopolunternehmen, so gibt es beispielsweise die staatliche Eisenbahn, das Telefonwesen oder die nationale Fluggesellschaft. Dir Wirtschaft stützt sich maßgeblich auf die Landwirtschaft. Der Schwerpunkt liegt auf der Viehzucht. Vor allem die Haltung von Rindern und Schafen stellt den größten Anteil dar und sicher damit auch das Nationaleinkommen. Uruguay gilt als einer der wichtigsten Wollproduzenten weltweit. Als weitere Sektoren die von ökonomischer Bedeutung sind, können die Industrie und die Dienstleistungen genannt werden. Die wichtigste industrielle Branche ist hier die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten, wie Wolle und Fleisch. Der Fremdenverkehr bildet ebenso eine wichtige Einnahmequelle des Landes.

Steuern

Die Steuerhoheit liegt in Uruguay, ähnlich wie in Deutschland, bei dem uruguayischen Staat. Teile der Steuern werden auf nationaler Ebene und andere auf kommunaler Ebene von den Städten erhoben. Die Einkommenssteuer wird nur auf im Inland erzielte Einkünfte und wirtschaftliche Aktivitäten erhoben. Einkünfte aus Kapital und Sachvermögen werden mit maximal 12 % besteuert. Zwischen Uruguay und Deutschland besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen nach dem OECD-Modell, mit dem die doppelte Besteuerung in beiden Ländern vermieden werden soll. Firmen unterliegen grundsätzlich einer Steuer von 30 % es sei denn, es handelt sich um Offshore Gesellschaften als reine Holdings, die überwiegend ausländische Aktien halten. Offshore Gesellschaften bezahlen nur 0,3 % ihres Stammkapitals als Vermögenssteuer. Das Bankgeheimnis in Uruguay wird besser geschützt als das in der Schweiz. Einsichten in Bankkonten kann hier nur ein Richter in einem bereits laufenden Verfahren nehmen.

Die uruguayische Infrastruktur ist gut ausgebaut, das Land verfügt über ein Eisenbahnnetz, Straßennetze, mehrere Seewege, acht Häfen, nationale Flughäfen und in Montevideo einen internationalen Flughafen. Vor allem die stabilen wirtschaftlichen Fundamente und die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten lassen Uruguay als Investitionsstandort für deutschsprachige Unternehmen attraktiv wirken. Sind auch Sie interessiert im Ausland eine Firma zu gründen? Dann kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gern und finden gemeinsam einen passenden Standort! Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung im Ausland

 

Firmengründung im Ausland: Luxemburg – ein interessanter Holdingstandort

Das Großherzogtum ist im Westen Mitteleuropas gelegen und gehört neben den Niederlanden und Belgien zu den sogenannten Beneluxstaaten. Mit einer Fläche von 2586 km2 ist Luxemburg das zweitkleinste Land der Europäischen Union. Im Süden grenzt das Land an Frankreich, im Westen an Belgien und im Osten an Deutschland. Luxemburg ist ein Staat und eine parlamentarische Demokratie, die in Form einer konstitutionellen Monarchie gelebt wird. Amtssprachen sind Französisch, Deutsch und Luxemburgisch. Die Stadt Luxemburg ist die größte Stadt des Landes und gleichzeitig einer der Verwaltungssitze der Europäischen Union. In Luxemburg selbst leben rund 563.000 Einwohner, unter denen aber fast die Hälfte keine luxemburgische Staatsbürgerschaft besitzt.

Wirtschaft

Luxemburg ist Gründungsmitglied der Europäischen Gemeinschaft. Die luxemburgische Wirtschaft ist eine der stärksten und erfolgreichsten der EU. Messbar unter anderem an dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf, das hier beispielsweise doppelt so hoch im Vergleich zum EU-Durchschnitt ist. Das BIP pro Kopf für das Jahr 2015 beträgt über 96.000 US-Dollar und ist damit, abgesehen von Lichtenstein und Monaco, das höchste weltweit. Auch die Arbeitslosenrate ist im Vergleich zu anderen EU-Staaten relativ niedrig. Hinzukommt, dass das Lohnniveau und die Kaufkraft des Landes als sehr hoch einzustufen sind. Vor allem der Dienstleistungssektor, das Banken- und Versicherungswesen sowie die Stahlindustrie sind in Luxemburg in der Wirtschaft vertreten. Fast zwei Drittel der Bevölkerung sind im Dienstleistungsbereich tätig. In dem Großherzogtum haben viele multinationale Unternehmen ihre Niederlassungen angesiedelt, zu denen beispielsweise Amazon, eBay, iTunes, PayPal und Skype gehören. Schwerpunkt der luxemburgischen Volkswirtschaft bleibt jedoch der Finanzsektor. Hier befindet sich der siebtgrößte Finanzplatz weltweit mit über 200 Banken und 1500 Anlagefonds. In erster Linie konnte dies durch vorteilhafte gesetzliche Rahmenbedingungen, eine internationale Ausrichtung und attraktive Steuersätze erreicht werden. Die Bedeutung der Landwirtschaft ist in Luxemburg wirklich mehr als rückläufig, lediglich 4 Prozent der Bevölkerung ist in diesem Sektor noch tätig.

Steuern

Das luxemburgische Steuersystem ist dem deutschen System sehr ähnlich. So gibt es hier beispielsweise auch die verschiedenen Einkunftsarten, eine Gewerbesteuer und ein mit der Abgabenordnung vergleichbares Gesetz. Der Steuersatz, der sich in Luxemburg maximal um die 38 Prozent bewegt, ist damit niedriger als in vielen angrenzenden Ländern. Zinsen und Dividenden werden mit einer Quellsteuer zwischen 10 und 20 Prozent belegt. Der allgemeine Steuersatz auf die Gewinne von Kapitalgesellschaften liegt bei circa 30 Prozent. Dieser setzt sich aus der eigentlichen Körperschaftssteuer, der Gewerbesteuer und dem Beitrag zum Beschäftigungsfonds zusammen. Holdinggesellschaften sind von der Körperschaftssteuer befreit. Die Hauptvorteile des luxemburgischen Steuersystems sind die Reduzierungen der steuerlichen Belastungen von Unternehmen, ermöglicht durch folgende Mechanismen: Schachtelprivileg für Mutter- und Tochtergesellschaften (kann zur vollständigen Steuerbefreiung für Dividenden bzw. Buchgewinne führen), Verlustvorträge, Besteuerung von Konzernen nach dem System der steuerlichen Integration (unter bestimmten Bedingungen ist eine konsolidierte Besteuerung möglich, d. h. steuerliche Ergebnisse der einzelnen Unternehmen können miteinander verrechnet werden) sowie diverse Formen der Steuerermäßigungen. Solche Steuermäßigungen können für Investitionen allgemein, für Investitionen in Risikokapital oder für berufliche Weiterbildung sein. Die Vermögenssteuer für Privatpersonen wurde in Luxemburg bereits vor Jahren abgeschafft. Kapitalgesellschaften mit Sitz in Luxemburg müssen alle drei Jahre eine Vermögenssteuererklärung abgeben. Die Vermögenssteuer beträgt 0,5 % des zu versteuernden Vermögens. Das Bankengeheimnis wird in Luxemburg nach dem Prinzip der Schweiz verfolgt, es ist ausdrücklich abgesichert.

Luxemburg hat aufgrund seiner starken Wirtschaftskraft, der positiven steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten und der Nähe zu Deutschland, Frankreich und den anderen beiden Beneluxstaaten eine hohe Anziehungskraft auf deutschsprachige Unternehmen und Investoren. Sie sind interessiert an einer Firmengründung im Ausland? Wir beraten Sie gern und stehen Ihnen als kompetenter Partner zur Seite.

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Firmengründung im Ausland: Botswana – Afrikas bestgehütetes Geheimnis

Botswana, dessen Name auf das Volk der Tswana zurückzuführen ist, ist ein afrikanischer Binnenstaat. Er grenzt an Südafrika, Namibia, Sambia und Simbabwe. Botswana gilt in Afrika als Musterstaat für Demokratie, die Rate der Korruption ist hier in ganz Afrika am geringsten. Die Amtssprachen in Botswana sind Englisch und die einheimische Sprache Setswana. Das Okavangodelta, ein Binnendelta im Nordwesten des Landes, ist für seine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt bekannt. Dort sind Elefanten, Zebras, Antilopen, Löwen und viele andere Tierarten vertreten. In Botswana leben über zwei Millionen Einwohner auf einer Fläche von 582.000 km2 verteilt. Das Gesundheitswesen ist gut strukturiert, sodass die Grundversorgung der Bevölkerung definitiv garantiert ist. Auch die Infrastruktur ist verhältnismäßig gut ausgebaut, so verfügt Botswana über asphaltierte Überlandstraßen, eine Fernstraße, ein 700 km langes Eisenbahnnetz, allerdings nur für den Güterverkehr genutzt und zahlreiche kleinere Flughäfen aufgrund der doch teilweise weitläufigen Entfernungen.

Wirtschaft

Botswana kämpft zwar nach wie vor mit den typischen Herausforderungen eines Entwicklungslandes, gehört aber zu den Ländern mit einem gehobenen mittleren Einkommen. Im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten kann Botswana ein starkes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Wichtigster wirtschaftlicher Sektor ist im Bergbau, der Erschließung von Bodenschätzen, des Landes zu sehen. Der Bergbau, bei dem es überwiegend um die Förderung von Diamanten geht, trägt 20 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Damit erwirtschaftet er 90 Prozent der Exporterlöse und mehr als 34 Prozent der Staatseinnahmen. Die Diamantenminen werden von einer Gesellschaft betrieben, die je zur Hälfte dem botswanischen Staat und dem Diamantenkonzern De Beers gehört. De Beers, der größte Diamantenproduzent der Welt, ist ein südafrikanisches Unternehmen, das seinen Verwaltungssitz in Luxemburg hat. Zum volkswirtschaftlichen Einkommen tragen die klassischen Wirtschaftszweige wie die Landschaft und der Tourismus ebenso bei. Bei der Landwirtschaft spielt vor allem die Rinderzucht eine wesentliche Rolle. Ein Sektor, der allerdings zum BIP nur einen geringen Teil zusteuert und eher in den ländlichen Regionen Botswanas die niedrigeren Einkommen sichert. Der Tourismus kann vor allem mit der Natur des Landes und der Artenvielfalt des Tierreiches zahlreiche Besucher locken und steuert damit rund 15 Prozent zum BIP bei. Der Außenhandel des Landes läuft gut, daher konnte in der Zahlungsbilanz im Jahr 2014 ein Überschuss von einer Milliarde US-Dollar verzeichnet werden. Hinzukommt, dass Botswana die beste Bewertung als Kreditnehmer, auf internationaler Ebene, aller afrikanischen Staaten besitzt.

Steuern

Das Steuersystem von Botswana ist dem südafrikanischen sehr ähnlich. Ausländische Investoren treffen auf niedrige Steuersätze. So liegen die Körperschaftssteuer bei gerade einmal 15 Prozent und die Einkommenssteuer bei maximal 25 Prozent.

Ausblick

Botswana ist ein zunehmend attraktiver Standort auch für ausländische Investoren. Zurückzuführen auf die politische Stabilität des Landes, der positiven wirtschaftlichen Entwicklung, der hohen Bildungsstandards seiner Einwohner und der stetig verbesserten Lebensumstände wird Botswana häufig auch als das „Musterland“ von Afrika bezeichnet.

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Firmengründung im Ausland: Südafrika – fortschrittlichste Wirtschaft in Afrika

Die Republik Südafrika ist ein Land an der Südspitze Afrikas und wird im Süden durch den Indischen Ozean und im Westen durch den Atlantik begrenzt. Zu den Nachbarstaaten zählen Namibia, Botswana, Simbabwe, Mosambik und Swasiland. Südafrika hat drei Hauptstädte: Pretoria, Kapstadt und Bloemfontein. Die Regierung sitzt in Pretoria (Exekutive), das Parlament in Kapstadt (Legislative) und das Oberste Berufungsgericht in Bloemfontein (Judikative). Südafrika hat eine Fläche von etwa 1.200.000 km2 auf der sich rund 54 Millionen Einwohner verteilen. Die größte Stadt des Landes ist Johannesburg, die auch als „heimliche“ Hauptstadt gilt, da hier das wirtschaftliche und finanzielle Zentrum des Staates angesiedelt ist. Südafrika verfügt über eine artenreiche Flora und Fauna. Die Tierwelt kann in den vielen Nationalparks und Wildschutzgebieten beobachtet werden.

Wirtschaft

Südafrika ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von über 354 Milliarden US-Dollar die größte, stärkste und fortschrittlichste Volkswirtschaft Afrikas. Es werden hier 1/5 des gesamtafrikanischen Bruttoinlandprodukts erwirtschaftet. Der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt in Südafrika wird zu 66 Prozent von dem Dienstleistungssektor bedient und zu 33 Prozent von der Industrie. Hinzukommt, dass das Land über ein gutes Finanz- und Rechtssystem verfügt sowie über eine gut ausgebaute Infrastruktur. Seit den letzten Jahren wurde die Wirtschaft von einem kontinuierlichen Wachstum geprägt. Der größte Sektor ist die verarbeitende Industrie. Industrielle Produkte sowohl im primären als auch im sekundären Sektor machen einen großen Teil der Exporteinnahmen Südafrikas aus. Das Land ist sehr reich an Bodenschätzen, ein großes Potenzial von einheimischen Arbeitsplätzen und damit kann der Bergbau zu einem wichtigen industriellen Sektor gezählt werden. Die weltweit größten Fördermengen an Chrom und Platin sind für 40 bis 50 Prozent der Exporterlöse verantwortlich. Andere wichtige wirtschaftliche Sektoren bilden die Landwirtschaft und der Tourismus. So macht die Landwirtschaft zwar nur einen relativ geringen Teil am Bruttoinlandsprodukt aus, jedoch ist Südafrika drittgrößter Exporteur von Agrarprodukten weltweit. Produziert werden vor allem Getreide, Zuckerrohr, Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Wein. Der Weinexport ist auch als zukunftsträchtiges Standbein angesehen, da die gute Qualität international geschätzt wird und die Anbauflächen stetig erweitert werden. Seit Ende des 20. Jahrhunderts nimmt der Tourismus, mit durchschnittlich 8 Millionen Besuchern jährlich, eine immer bedeutendere Rolle für die Wirtschaft ein.

Steuern

In Südafrika wird die Steuerfähigkeit anhand des Wohnsitzes (dauerhafter Aufenthaltsort) bestimmt. Die meisten Steuern werden durch Bundesgesetze erhoben. Das Steuerjahr beginnt am 01. März und endet am 28. Februar des Folgejahres. Steuerpflichtig sind alle natürlichen Personen, die über 91 Tage in Südafrika wohnen. Die Einkommenssteuer wird nach der Höhe des Einkommens berechnet. Juristische Personen werden steuerpflichtig, wenn sie in Südafrika registriert sind oder dort geführt werden. Seit 1975 gilt ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland. Bis vor einigen Jahren galt Südafrika als Steueroase, da das Welt-Einkommens-Prinzip lediglich eingeschränkt galt. Das ist nun nicht mehr der Fall und die Steuerpflichtigen werden mit ihrem weltweiten Einkommen besteuert.

Ausblick

Südafrika ist keinesfalls nur ein Urlaubsziel. Aufgrund seiner Vielfältigkeit was die Kultur und Bevölkerung anbelangt, die florierende Wirtschaft und die gut ausgebaute Infrastruktur, mit Bus-, Bahn-, Auto- und Flugzeugverkehr, ist es für ausländische Investoren eine Überlegung wert ihr Geschäft, dorthin zu verlagern oder neu zu gründen. Wir als Unternehmensberatung sind ein kompetenter und zuverlässiger Partner in diesem Segment. Sie sind an einer Firmengründung im Ausland interessiert? Dann kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gern und finden den passenden Standort!

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Firmengründung im Ausland: Paraguay – Das Land ohne Meer

Paraguay liegt in Südamerika und ist ein Binnenstaat, der im Osten an Brasilien, im Süden und Westen an Argentinien und im Norden und Westen an Bolivien grenzt. Das Land ist mit einer Fläche von 407.000 km² ungefähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammen. Die Landschaft ist mit der höchsten Erhebung von 842 m, dem Cerro Tres Kandu, ähnlich flach wie beispielsweise die Niederlande oder Belgien. Der Rio Paraguay durchfließt das Land von Norden nach Süden und teilt Paraguay gewissermaßen in zwei geografische unterschiedliche Regionen. Die eine Region, Gran Chaco, nimmt etwa 60 % der Landesfläche ein, ist allerdings relativ dünn besiedelt. Der überwiegende Großteil der Bevölkerung, rund 97 %, lebt in der anderen Region in Oriente. Die Hauptstadt Asunción befindet sich ebenfalls in der Region Oriente und zählt 520.000 Einwohner. Sie ist zugleich die wirtschaftlich bedeutendste Stadt des Landes. Die zentrale Lage Paraguays, im Herzen Südamerikas, wird trotz seiner Binnenlage als strategischer Vorteil gesehen. Das Stadt-Land-Gefälle ist wie in fast allen Bereichen, neben Wirtschaft und Bildung, sehr hoch.

Wirtschaft

Paraguay war bis in die 1960er Jahre ein reines Agrarland aufgrund seines hohen Naturraumpotenziales. Noch heute spielt der landwirtschaftliche Sektor eine bedeutende Rolle. 39 % der Bevölkerung arbeiten im Agrarsektor. Der Industrie- und Dienstleistungssektor sowie der Tourismus tragen ebenso einen erheblichen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei. Das BIP von Paraguay beträgt rund 29 Milliarden US-Dollar (2013). Die industrielle Produktion beschränkt sich weitgehend auf land- und forstwirtschaftliche Güter. Vorherrschende Zweige sind Holz- und Fleischverarbeitung sowie die Herstellung von Süßwaren und Fruchtsäften. Zudem gibt es Textil- und Glasfabriken. 2013 war Paraguay in Amerika die am stärksten wachsende Volkswirtschaft und lag weltweit damit an dritter Stelle. Der öffentliche Haushalt ist sehr gut und erwirtschaftet in manchen Jahren sogar Überschüsse. Außerdem gibt es keine Nettoauslandsschulden. Paraguay verfügt über zwei binationale Wasserkraftwerke, deren Einnahmen ebenfalls sehr hoch sind. Auch der Exportsektor ist sehr bedeutend für die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes, so gehört Paraguay weltweit gesehen bei landwirtschaftlichen Produkten durchaus zu den führenden Exporteuren. Es wird vor allem Rindfleisch und Soja exportiert.

Steuern

Paraguay ist gewissermaßen als eine Art Steueroase zu bezeichnen. Ausländische Vermögen und Einkünfte sind in Paraguay nicht zu versteuern. Lediglich 10 % der inländischen Gewinneinkünfte werden besteuert. Eine Gewerbe- oder Einkommenssteuer, die in Deutschland üblicherweise erhoben wird, gibt es in Paraguay nicht.

Infrastruktur

Innerhalb Südamerikas gilt Paraguay als sehr sicheres und sozial verhältnismäßig gut positioniertes Land. Einigen Statistiken zu folge, weist Paraguay die geringste Kriminalitätsrate in Lateinamerika auf. Es gibt generell wenige Auseinandersetzungen und die Bevölkerung von Paraguay gilt als fremdenfreundlich. In Paraguay gibt es zwei Flughäfen mit Flugverbindungen ins benachbarte Ausland. Der Schienenverkehr wurde allerdings vor einigen Jahren fast vollständig brachgelegt. Paraguay wird jedoch von einigen Nationalstraßen durchzogen, die so die Verbindungen zu den Städten schaffen. Wegen der Binnenlage verfügt Paraguay über keine direkte Verbindung zum Meer.

Paraguay ist aufgrund seines stetig ansteigenden Wirtschaftswachstums, der guten Infrastruktur und seiner zentralen Lage im Herzen von Südamerika ein durchaus interessanter Wirtschaftsstandort. Vor allem die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten lassen Paraguay auch für ausländische Investoren attraktiv wirken.

Sie planen eine Firma im Ausland zu gründen? Dann sind wir der richtige Ansprechpartner. Kontaktieren Sie uns gern und wir suchen gemeinsam einen Standort, der zu Ihnen und Ihrem Geschäft passt.

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Firmengründung im Ausland: Brasilien das größte Land Südamerikas

Brasilien ist der fünftgrößte Staat der Welt, gemessen an der Fläche und Bevölkerungsdichte des Landes. Brasiliens Landschaft überzeugt mit Vielfältigkeit, im Norden in dem Amazonas-Tiefland prägen ausgedehnte Regenwälder die Landschaft, im Süden die Hochebenen, Hügel und Gebirge. Der Großteil der Bevölkerung lebt allerdings entlang der Atlantikküste, dort sind auch fast alle Großstädte Brasiliens, wie z. B. Rio de Janeiro oder Sao Paulo, angesiedelt. Brasilia, die Hauptstadt des Landes, liegt allerdings mehr im Landesinneren. Der größte Fluss Brasiliens, der Amazonas, ist gleichzeitig auch der wasserreichste Fluss der Erde. In Brasilien herrscht ein sehr angenehmes Klima, es ist überwiegend tropisch mit geringen jahreszeitlichen Schwankungen der Temperaturen. Die Natur des Landes ist sehr artenreich, von einer breiten Facette an Pflanzen bis hin zu einer Vielzahl an verschiedenen Tierarten.

Wirtschaft

Brasilien ist die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt, mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 2,246 Milliarden US-Dollar (2013). Die brasilianische Wirtschaft zeigt einen hohen Grad an Diversifikation. So ist die dortige wirtschaftliche Struktur durch drei Kernsektoren gekennzeichnet: Dienstleistungen, Industrie und Agrarwirtschaft.

Brasilien wird grundsätzlich ein großes ökonomisches Potenzial zugeschrieben. Unter anderem zurück zuführen auf die fortgeschrittene Industrialisierung, die politische Stabilität des Landes sowie des großen Rohstoffvorkommen. Größter Exportmarkt ist momentan die Europäische Union, gefolgt von China und den USA. Das Handelsvolumen zwischen Brasilien und Deutschland ist in den letzten Jahren leicht gesunken. So zählen zu den wichtigsten Ausfuhrerzeugnissen nach Deutschland Eisenerz, Soja, Kaffee, Zivilflugzeuge, Kupfer und Rohöl. Zu den Hauptimportgütern nach Brasilien gehören neben Autos und Autoteilen auch Produkte aus der Pharmaindustrie. Eine weitere Einnahmequelle der Wirtschaft ist natürlich auch dem Tourismus zuzuschreiben. So wird Brasilien 2016 der Austragungsort der Olympischen Spiele sein, von diesem Ereignis wird ein zusätzlicher Wachstumsschub erwartet.

Steuern

In der Komplexität steht das Steuersystem in Brasilien dem Deutschen in nicht viel nach. Nicht nur brasilianische Firmen und Personen, sondern auch ausländische Gesellschafter brasilianischer Unternehmen benötigen eine brasilianische Bundessteuernummer (CPF bzw. CNPJ). Letztere müssen zudem für die Steuerbehörde einen Bevollmächtigten mit inländischem Wohnsitz benennen. Die Körperschaftssteuer beträgt in Brasilien 15 % der steuerlichen Gewinne bis 240.000 $ per anno. Darüber hinausliegende Gewinne werden mit zusätzlichen 10 % versteuert. Die Einkommenssteuer für natürliche Personen folgt einem relativ einfachen Mechanismus auf Basis einer dreistufigen progressiven Einkommenstabelle. Dies gilt auch für in Brasilien wohnende Ausländer.

Infrastruktur

Das Straßennetz Brasiliens ist mit etwa 2 Millionen km das zweitlängste der Welt. Zu erwähnen ist an dieser Stelle allerdings, dass davon nur rund 200.000 km asphaltiert sind. Typischerweise wird der Güterverkehr mittels LKW’s und Schiffen abgewickelt. Der öffentliche Personenverkehr erfolgt in Brasilien hauptsächlich mit Bussen. Aber der Flugverkehr wird auch immer wichtiger, aufgrund der großen Entfernungen des Landes. Die Stromerzeugung Brasilien funktioniert weitgehend auf der Nutzung der regenerativen Quellen, hier wird dann insbesondere auf die Wasserkraft gesetzt.

Brasilien ist durchaus ein Land mit Potenzial in den verschiedenen Sektoren. Aufgrund seiner Vielfältigkeit, der wachsenden Wirtschaft und der steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten ist es ebenfalls für ausländische Unternehmen ein attraktiver Standort.

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